-  philosophie

kunst - „art“  - philosophie


- einleitung

  1. -werdegang und künstlerische ansätze

  2. -mein künstlerischer ausdruck

  3. -einige aussagen zu meinen bildern





ausgestellte arbeiten „kunstmesse ingolstadt 2014“














- einleitung


warum gibt es menschen, die sich mit kunst bechäftigen ?

was ist dabei ihre motivation und was wollen sie ausdrücken ?

was gibt ihnen die beschäftigung mit der kunst selbst und was vermag sie anderen zu geben ?

was ist der anspruch an die kunst ?

wen will man eigentlich mit kunst erreichen und ansprechen ?

ist kunst selbstzweck, oder bildet sie eine stufe von erkenntnis ?

hat kunst eigentlich einen wert und wenn ja, wie erkennt man ob etwas wert hat oder nicht ?

und wie hoch wäre dann dieser wert einzuschätzen ?

was ist eigentlich kunst ?

...


diese und noch unendlich viele fragen könnte man stellen, ohne auf einen eigentlichen sinn zu stoßen.

man kann fragen stellen und dann versuchen, sie zu beantworten. je mehr man sich aber mit künstlerischen ausdruckvarianten beschäftigt und je mehr fragen man sich stellt und diese beantwortet, kommt man doch schlussendlich dazu, anzunehmen, dass alle antworten in einem selbst begründet liegen.

dies ist in kurzer form eine aussage, auf der meine künstlerischen arbeiten basieren.


meine bilder sollen keine vordergründigen motive andeuten oder gar darstellen.

es ist mein anliegen, dass sich der sinn des bildes im betrachter selbst entwickelt.

eigenständige interpretationsformen sollen sich von innen entwickeln können, indem ein zwischenspiel, ein reiz oder eine überlappung von raum, den im raum befindlichen gegenständen, dem vorhandenem licht und dem betrachter entsteht.

wie bei der musik entwickeln sich wellenartige schwingungen mit tiefen und höhen, mit unterschiedlichen tempi, mit tönen in dur und moll und der moment des betrachtens wird plötzlich zu etwas ganz besonderen.

der bewußte einsatz von nur wenigen farben und unregelmäßigen formen hat dabei seine besondere bedeutung.

während die farbzusammenstellung auf eigenen forschungen und der allgemeinen farbpsychologielehre basieren, entspringen die formen einer inneren proportionierung, die dem moment geschuldet sind und meinen jeweils momentanen stimmungen entsprechen. so entstehen werke, die auch von meiner persönlichkeit zeugen. 


   

ich möchte nun jene, die sich dafür interessieren, hintergründe und beweggründe für ein leben mit der kunst kennen zu lernen, auf eine gedankliche reise mitnehmen, die ihnen zumindest meine ausdrucksformen näher bringen sollen.





bilderreihe in verwaltungsbüro



- werdegang und künstlerische ansätze


vielschichtige ansätze für mein künstlerisches wirken sehe ich einerseits in meiner schulischen und beruflichen entwicklung und in den gesprächen und diskussionen mit den persönlichkeiten die ich dabei kennenlernen durfte, andererseits in der persönlichen einstellung zu meiner tätigkeit als gestalter und auch in meiner eigenen lebensweise.


ich erinnere mich daran, dass z. b. der direktor der fachschule für holzschnitzerei in berchtesgaden, wo ich meine lehre als schreiner absolvierte und wo ich zusätzlich zeichenunterricht erhielt, immer wieder davon erzählte, dass zwischenraum und abstand entscheidend für einen künstlerischen ausdruck ist.

aber erst viel später erkannte ich die wahrheit in dieser aussage, als ich mich an der akademie der bildenden künste in münchen, mit der gestaltung von räumen beschäftigte.

ich erkannte, dass der zwischenraum - und hier ist auch der zeitliche raum gemeint - ebenso wichtig ist wie die raumbildenden elemente oder möblierungen.


einen weiteren ansatz, der mir heute wichtig erscheint, ist ein kleiner hinweis, den mir professor günter fruhtrunk ( professor für malerei und architekt ) bei einer von vielen diskussionen mitgab.

er meinte, dass er stets auf der suche nach ästhetik sei, aber nicht nach jener, die man in einem laden kaufen könnte, sondern nach einer, die von innen kommt. es ist, wenn man sie entdeckt, als wäre etwas neues geboren worden, etwas wahrhaftes und einmaliges.


rückblickend sehe ich einen weiteren ansatz und weiteren baustein meiner entwicklung und künstlerischen ausdruckskraft in einer eigenen forschungsarbeit an der akademie der bildenden künste, wo ich mich mit der tiefenwirkung und den proportionalen beziehungen von farben auseinander setzte.


nachdem ich mein studium an der akademie der bildenden künste abgeschlossen hatte, begann ich ein zweites studium im studiengang architektur.

ich hatte wohl wiederum die besten professoren die man sich vorstellen konnte, die meinen weg begleiteten und mir gedankliche anstöße vermittelten.

die beschäftigung mit architekturgeschichte, was eigentlich auch die geschichte der menscheit ist, erweiterte meine gedanken- und gefühlswelt.

ob es die hölenmalereien in südfrankreich und spanien sind, die farbigen darstellungen in den pyramiden der ägypter, die freskenmalereien in den etruskischen grabstätten oder in den römischen häusern wie in pompeji und ercolano, aber auch die in den kirchen und palästen der rennaissance und des barocks, alle berichten uns von den menschen und deren wünsche, hoffnungen, erwartungen und sehnsüchte.

das gleiche gilt für die musik, litheratur aber auch für die architektur.


selbst als man zu beginn des letzten jahrhunderts begann, nicht mehr gegenständlich zu malen, setzte sich diese entwicklung fort, auch wenn viele kein verständnis dafür aufbringen wollen oder können.

es stand nicht mehr das erkennen und vielleicht die persönliche eitelkeit der auftraggeber im mittelpunkt des schaffens der künstler, sonder ihre eigene innere einstellung.


ein weiterer ansatz zu meinen bildern vermittelt die vielleicht wichtigste aussage des amerikanischen architekten louis sullivan.

diese aussage ist jedem in einer unzulässig verkürzung bekannt.

da dieses zitat in ungekürzter länge für meine arbeitsweise äußerst wichtig und entscheidend war und ich es in fast allen meinen vorträgen verwende, möchte ich es auch hier einfügen.

in einem aufsatz er meinte :

 

… „alle dinge in der natur haben eine gestalt, eine form, eine äußere erscheinung, die uns sagt, was sie sind und was sie unterscheidet von uns und voneinander. unablässig nimmt das wesen der dinge in der materie gestalt an, und wir nennen diesen unsagbaren prozess geburt und wachstum. ob es der gravitätische adler in seinem flug, oder die geöffnete apfelblüte, das sich abplagende arbeitspferd, der anmutige schwan, die sich abzweigende eiche, der sich schlängelnde strom an seiner quelle, die treibenden wolken, die überall scheinende sonne ist, die form folgt immer der funktion, und das ist gesetz“...


und weiter meinte er:


... „es ist das gesetz aller organischen und nichtorganischen, aller physischen und metaphysischen, aller menschlichen und übermenschlichen dinge, aller manifestationen des kopfes, des herzens und der seele, dass das leben in seinem ausdruck erkennbar ist, dass die form der funktion folgt“...


und in einem kleinen nebensatz meinte er noch:


… „so wie du bist, so sind auch deine gebäude. ändert sich die funktion, oder änderst du dich selbst, so ändert sich auch die form“...


was sullivan damit meinte, ist also gerade das gegenteil von dem, was allgemein unter „form follows function“ banal verstanden wird.

in seinem aufsatz meinte er vielmehr, dass jeder gestalter, jeder handwerker und jeder kunstschaffende, seine arbeiten in einem größeren komplexen kontext zu sehen und auszuführen hat.



auch wenn hier nur einige wenige ansätze zum ursprung meiner künstlerischen basis aufgezeigt wurden, weisen sie doch auf mein bemühen hin.



- mein künstlerischer ausdruck


oft werde ich gefragt, warum ich mich so sehr mit farben und proportionen auseinandersetze und nicht versuche etwas „greifbares“ darzustellen.


ich denke dass alles was ich tue meiner inneren einstellung entspricht und dass ich kraft aus mir selbst schöpfe.

ich muss niemandem mehr etwas beweisen, weder was oder wer ich bin oder was ich mache.

die beschäftigung mit der malerei, so wie ich sie sehe, stellt für mich eine unumstößliche freiheit dar.


„was ich tue, das bin ich auch.“


parallel zu meinen beruflichen aufgaben als architekt und innenarchitekt entwickelte sich ganz allmählich meine malerei.

während ich mich mit konstruktions- und gestaltungsaufgaben beschäftigte, entstand zunehmend der gedanke, den räumen vor allem an den wänden zusätzlich halt und orientierung zu geben.


dies gelingt aber nur, wenn ich gestalterische elemente verwende, die kraftvoll genug sind. und diese kraft kann nur spürbar sein und nicht vordergründig oder gar dekorativ.

so entstehen meine bilder nicht als einzelwerke, die man dann auswählen und aufhängen kann, sondern als solitäre für jeden einzelnen raum und für einen einzelnen zweck oder einer situation.


jeder raum und jede person bedingt dabei seinen eigenen anspruch und schlussendlich entsteht aus einem raum ein zentrum und aus personen werden persönlichkeiten mit ausdruck und charakter.


es ist nicht wichtig, dass etwas dargestellt wird, es ist wichtig, was in einem betrachter vorgeht, was er in den bildern sieht und erkennt und was er interpretiert, also was sich in seinem inneren entwickelt und seien es nur gemütsstimmungen.


auch wenn meine bilder nur aus wenigen farbflächen bestehen, so sind diese von der allgemein gültigen aussagekraft der farben bestimmt, sowie von den sensibel eingesetzten proportionen.

die bilder geben kraft, strahlen ruhe und zuversicht aus und vermitteln gerade wegen ihrer bescheidenheit und schlichtheit eine sinnliche überlegenheit.











bilder für verwaltungsgebäude



- einige aussagen zu meinen bildern


„ ... dein bild gibt uns kraft und wir können uns gar nicht sattsehen.

bei unseren besuchern kommt die wirkung besonders gut an, zumal sie uns gut kennen und sie bewundern die übereinstimmung mit unserer lebensart.“

„ ... es ist schade, dass du keine ausstellungen machst, denn diese würde viele menschen ansprechen.“

sabine d.



„ ... unser essbereich ist jetzt mit deinem bild das zentrum unseres hauses geworden.

wir halten uns am liebsten nur noch hier auf, und wir erkennen jetzt, was du uns immer vermitteln wolltest.

wir sind froh, dass du unser heim bereichert hast und wir sind froh, dich zu kennen. ...“

                                                        günter und evi f.  



„ ... das bild in meinem büro vor dem ich arbeite scheint mir kraft zu geben.

zum einen gibt es mir den immer vermissten halt, auch wenn ich mit dem rücken zu ihm sitze, zum anderen bemerke ich, dass geschäftliche verhandlungen auf einen anderen niveau stattfinden.

das bild strahlt ruhe aus und ist doch immer präsent. ...“


                       josef k.



„ ... wir haben lange ein bild gesucht, dass uns anspricht und auch in unsere räume passt.

wie sie wissen, haben wir uns immer ein zuhause vorgestellt, das modern, schlicht und zeitlos sein sollte.

aber es fehlte immer ein akzent, der unsere lebensweise auf den punkt bringt.

die sichtbetonwände und die großen fensterflächen, so glaubten wir, sollten als gestalterisches element nicht beeinträchtigt werden.

doch was sie mit ihrem bild bei uns geschaffen haben, übertraf alle unsere erwartungen. es kam uns nie in den sinn, dass sich ein modernes bild gegenüber den klaren umfassungswänden und gegenüber unseren designermöbel (eames-stühle, corbusier-liege, eiermann-tische, ..) behaupten kann.


sie haben es geschafft.

es ist etwas eingetreten, mit dem wir nicht gerechnet hatten.

ihr bild steht nicht nur gleichwertig zu der einrichtung, sondern steigert sogar noch deren optischen und wie sie sagen deren ästhetischen und mentalen wert. 

ihr bild zählt nun auch zu den designklassigern.“






bild für wohnraum






künstler vor seinem werk